Hochverarbeitete Lebensmittel sind bequem und weit verbreitet. Softdrinks, gezuckerte Müeslimischungen, Dessertjoghurts, Fertigsaucen und -suppen, Chips, Cakes, Wurstwaren oder Tiefkühlmahlzeiten gehören zu den meistverkauften Produkten. Sie enthalten oft Zusatzstoffe statt echter Zutaten – und gehen auf Dauer zulasten unserer Gesundheit.
Studien zeigen: Wer regelmässig Hochverarbeitetes (auch «ultra processed food» oder «upf») isst, trägt ein höheres Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das führt nicht nur zu persönlichen Einschränkungen, sondern auch zu steigenden Gesundheitskosten für die Gesellschaft.
Ein Blick auf die Zutatenlisten verdeutlicht den Unterschied:
– Maissirup und Glukosesirup belasten die Leber und fördern Übergewicht
– Emulgatoren (z. B. E 471 oder E 433) können die Darmflora stören
– Geschmacksverstärker regen den Appetit unnötig an.
Auch preislich lohnt sich der Vergleich:
- Fertigsuppe Kürbis (für 4 Personen): Wasser, Kürbispüree, Rahm, Stärke, Zucker, Aromen, Konservierungsstoffe. Preis ca. 10 CHF.
- Selbstgemachte Kürbissuppe: Kürbis, Zwiebel, Rapsöl, Bouillon, etwas Rahm.
Preis ca. 6 CHF – frisch, sättigend, ohne künstliche Zusätze.
Ähnlich bei den Saucen:
- Fertigmayonnaise (200 g): Öl, Eigelb, Zucker, Säuerungsmittel, Emulgatoren, Konservierungsstoffe. Preis ca. 3 CHF.
- Quark-Kräutersauce (200 g): Quark, Schnittlauch, Petersilie, Salz, Pfeffer/Curry.
Preis ca. 2 CHF – leicht, protein-reich, frisch und herzgesund.
Drei einfache Schritte helfen, den Gebrauch von Hochverarbeitetem zu vermeiden:
Selber kochen: Kürbissuppe (oder Suppe aus anderem Saisongemüse) frisch statt aus dem Beutel. Mit einem Stück Brot und Käse wird hieraus eine ausgewogene und günstige Mahlzeit.
Zutatenliste prüfen: Erkennen Sie darauf Lebensmittel oder eher eine Reihe von Hilfsstoffen und E-Nummern?
Snacks austauschen: Nüsse, Obst, Oliven oder ein Stück Käse liefern hochwertige natürliche Inhaltsstoffe, schmecken und sättigen.
Mein Fazit: Fertigprodukte scheinen praktisch, kosten aber langfristig mehr – an der Ladenkasse und durch steigende Gesundheitsrisiken. Wer öfter frisch zubereitet, spart Geld, tut seinem Herzen etwas Gutes und reduziert auch die gesellschaftlichen Folgekosten.
von Annelie Scheifele
Gerne begleiten wir Sie auf Ihrer Entdeckungsreise: www.praxisimzentrum.ch